Herbst 2019: Hirnforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

Kern des 24. Treffen der Stiftung Humboldt-Universität am 25. Oktober war das Thema Hirnforschung in Berlin. Neben der Vorstellung neuster Forschungsansätze und -ergebnisse ging es auch darum, wie interdisziplinäre Forschung heute organisiert sein muss, um die Ergebnisse möglichst zügig in die klinische Anwendung zu überführen. Was macht das menschliche Gehirn besonders und welche Therapieansätze gibt es für Erkrankungen des menschlichen Gehirns?

Nach seiner Begrüßung kündigte Dr. Jens Odewald an, seine 12-jährige Tätigkeit als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Humboldt-Universität zu beenden. Die Präsidentin der Humboldt-Universität, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, bedankte sich herzlich für das jahrelange Engagement für den Bau, die Forschung und die Nachwuchsförderung der Humboldt-Universität und überreichte eine Büste von Alexander von Humboldt.

Prof. Dr. Dietmar Schmitz, Direktor des Exzellenzclusters “NeuroCure”, erläuterte anschließend in seinem Vortrag die Erfolgsfaktoren des Clusters, das seit 2007 erfolgreich im Exzellenzwettbewerb der Universitäten ist. Investiert hat das Cluster vor allem in Forschende aus der ganzen Welt, die in Berlin ihre Hirnforschungsexpertise bündeln und neue Therapieansätze für z.B. Demenz entwickeln. Prof. Dr. Matthew Larkum stellte in seinem Vortrag einen völlig neuen Forschungsansatz für die Funktionsweise der menschlichen Wahrnehmung vor. In einem Podiumsgespräch diskutierte Dr. Nicola von Lutterotti sowohl mit Dietmar Schmitz und Matthew Larkum als auch mit Prof. Dr. Craig Garner vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen über das Ziel des Clusters, neue therapeutische sowie diagnostische Ansätze für Patientinnen und Patienten zu entwickeln.

Im Senatssaal des Hauptgebäudes der Humboldt der Humboldt-Universität fand abschließend das gemeinsame Abendessen statt, bei dem der Systemneurobiologe Prof. Dr. Michael Brecht zum Thema “Gewinn, Gehirn & Genuss” sprach.

Prof. Dr. Michael Hoffmann-Becking, der Dr. Odewald in seiner Tätigkeit als Kuratoriumsvorsitzender nachfolgen wird, bedankte sich anschließend in einer prägnanten Rede bei Herrn Dr. Odewald für sein unermüdliches Tun für die Stiftung Humboldt-Universität.