Traditions in Transformations

Scholar-in-Residence-Programm eines international ausgewiesenen Gastwissenschaftlers in einem für Deutschland einmaligen Interdisziplinären Zentrum der Theologien an der Humboldt-Universität zu Berlin

Erforschung der Symbol-, Sinn- und Wissenskulturen von Religionen

Im Januar 2023 hat das Interdisziplinäre Zentrum der Theologien seine Arbeit aufgenommen. Es bündelt bereits bestehende Kooperationen zwischen dem Berliner Institut für Islamische Theologie, dem Zentralinstitut für Katholische Theologie und der Theologischen Fakultät und fördert neue kooperative Forschungsprojekte für deren Entwicklung es einen strukturellen Rahmen zur Verfügung stellt. Es sucht die Zusammenarbeit mit weiteren religionsbezogenen Fächern, wie der Religionssoziologie oder der Religionsphilosophie und bemüht sich um den Einbezug jüdischer Theologie, etwa durch die Zusammenarbeit mit Forscher:innen der School of Jewish Theology Potsdam.

Inhaltlich ist das Interdisziplinäre Zentrum darauf angelegt, die jeweils historisch gewachsenen Wissenschaftstraditionen der vier konfessionell positionierten Theologien auf konstruktive und innovative Weise miteinander zu verbinden. Dahinter steht das Anliegen einer intertheologischen Herangehensweise, welche eine besondere Aufmerksamkeit auf Interdependenzen zwischen den religiösen Traditionen und ihren Transformationen legt. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Zentrum den Veränderungen religiöser Symbol-, Sinn- und Wissenskulturen in Geschichte und Gegenwart.

Scholar-in-Residence

Das Förderprojekt soll den bisher strukturell vergleichsweise schwächeren Einbezug jüdischer Theologie im Interdisziplinären Zentrum stärken.

In 2024 hat die Stiftung Humboldt-Universität einen dreimonatigen Aufenthalt von Prof. Dr. Asher Biemann (University of Virginia, renommierter Experte moderner jüdischer Geistes- und Kulturgeschichte) als Scholar in Residence an der Humboldt-Universität zu Berlin gefördert. Ziel seiner Tätigkeit an der Humboldt-Universität war es, die jüdische Perspektive in der Zentrumsarbeit zu stärken, die aufgrund der Umbrüche an der Jewish School of Theology an der Universität Potsdam nicht im geplanten Umfang zum Tragen kommen konnte. Zum einen ging es darum, auf dem Gebiet der Forschung weiterführende Impulse für eine multiperspektivisch-interreligiöse Ausrichtung der Zentrumsarbeit zu gewinnen. Zum anderen sollte Biemann die erstmals im Frühjahr 2024 stattfindende „Berlin Lecture on Traditions in Transformation“ mit einem akademischen Vortrag eröffnen. Konkret wurden ein Vortrag (zugleich Auftaktvorlesung des Instituts) gehalten, ein Workshop im Kontext zur wissenschaftlichen Profilschärfung durchgeführt und übergreifend hat Biemanns Gastaufenthalt Gelegenheit für vielfältigen wissenschaftlichen Austausch in Kolloquien und Lehrveranstaltungen gegeben, die halfen, neue Forschungen vorzubereiten.

 

Ihre Unterstützung

Die Stiftung Humboldt-Universität konnte dank der Spenden ihrer Förderinnen und Förderer das Projekt „Traditions in Transformation“ im Jahr 2024 unterstützen. Sollten Sie weitere Fragen bezüglich des Projekts haben, können Sie uns gerne kontaktieren.