Exzellente Studierende forschen in Deutschlandstipendium-Themenklasse

Gemeinsam mit der Stiftung Humboldt-Universität und deren Förderern hat die Humboldt-Universität das besondere Format des Humboldt-Stipendiums (im Rahmen des Deutschlandstipendium-Programmes) eingerichtet: die Themenklasse.

Seit der Einführung des Deutschlandstipendiums an der Humboldt-Universität im Jahre 2011 hat sich dieses Stipendienprogramm etabliert und findet sowohl in Wirtschaft und Gesellschaft als auch bei Studierenden großen Anklang. In der Themenklasse der Stiftung Humboldt-Universität arbeiten 15 Studierende ganz verschiedener Fachrichtungen gemeinsam zum Thema “Nachhaltigkeit & Globale Gerechtigkeit”.

 

Wissenschaftliche Einbettung der Themenklasse

Die Themenklasse „Nachhaltigkeit & Globale Gerechtigkeit“ im Rahmen des Humboldt-Stipendiums ist wissenschaftlich eingebettet in das integrative Forschungsinstitut der Humboldt-Universität, das IRI THESys, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinär an der Land- und Ressourcennutzung, an Prozessen der Urbanisierung im 21. Jahrhundert, an Auswirkungen des Klimawandels sowie an der intra- und intergenerationellen Umweltgerechtigkeit forschen.

Die jungen Forscherinnen und Forscher sollen durch das Stipendium progressive und innovative Ansätze an den Schnittstellen von Geistets-, Sozial und Naturwissenschaften sowie zwischen Wissenschaft und Gesellschaft kennenlernen und selbst anwenden. Im Verlauf der studentischen Forschung beschäftigen sich die Kleingruppen in fächerübergreifender Zusammenarbeit mit Fragen der Nachhaltigkeit und globalen Gerechtigkeit an der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Themenklasse 2021/22

Ab dem 1. April 2021 wird eine neue Themenklasse zum Thema „Klimaschutz und Klimaanpassung – Wissen und Handeln an Hochschulen zwischen Aktivismus, Pragmatismus und Neutralität am Beispiel der HU“ ihre Arbeit aufnehmen.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte der Themenklasse

Die Forschungsfragen der Studierenden entstehen vor dem Hintergrund einer neuen Epoche, in der der Mensch zum stärksten Einflussfaktor auf den Planeten Erde geworden ist. In interdisziplinären Teams gehen die Studierenden im Rahmen der Deutschlandstipendium-Themenklasse gezielt Fragen zur “Energiewende” (2013) und zu “Humboldts Fußabdruck” (2014-16) nach.

Auf der Webseite der Themenklasse können Sie die ausführlichen Präsenationen der abgeschlossenen Forschungsprojekte der Themenklasse finden.

 

Projekt 2020/21: Wissenschaftliches Reisen

Die Themenklasse 2020 setzt sich insbesondere mit dem Ansatz auseinander, die Einführung des CO2-Preises für den Verkehrssektor mit Anreizen zu verbinden. Wie sinnvoll ist der Ansatz? Welche Konsequenzen und welche Nachsteuerungsmaßnahmen
können bei Nichteinhaltung wirksam sein? Wie kann ein Kontrollprozess aussehen?
Was sind klimafreundliche Optionen?

Die ETH Zürich hat festgestellt, dass die Hälfte ihrer Treibhausgas-Emissionen von Flugdienstreisen verursacht ist. Die Stipendiat*innen der Themenklasse herstellen einen Bezug ihrer Forschung auf den (Universitäts-)Alltag indem sie mit der Debatte um die Selbstverpflichtung der Wissenschaftler*innen, die Bahn statt das Flugzeug zu nutzen, einen realistischen Feldzugang haben. Es wird untersucht, welche Mechanismen das Reiseverhalten antreiben und welche Konsequenzen ein Verzicht bringen würde. Die Studierenden ergänzen diesen quantitativen und qualitativen Zugang um normative Perspektiven.

Das Forschungsprojekt wurde der neu gegründeten Kommission Nachhaltige Universität des Akademischen Senats vorgestellt und die Abschlusserkenntnisse der Themenklasse werden in die Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie der HU einfließen .

 

Projekt 2019/20: Wasserknappheit

Im Förderungsjahr 2019/2020 drehten sich die Forschungsprojekte der Themenklasse rund um Wasserknappheit. Dabei sind die Forschungen dieser Gruppe so facettenreich wie das Forschungsobjekt selbst. Die Mini-Forschungsprojekte der einzelnen Gruppen nähern sich dem Thema Wasser und Wasserknappheit anhand spezifischer Fallstudien, wie bspw. dem Berliner Müggelsee oder deutschem Kartoffelanbau, über philosophische Abhandlungen und systemdynamische Modellierungen. Den Anstoß für die Themenwahl gab die europaweite Dürre im Sommer 2018.

Alle Forschungsergebnisse zeigen eine Gemeinsamkeit: Wer sich mit Wasser wissenschaftlich auseinandersetzen möchte, wird mit äußerst komplexen Zusammenhängen und globalen Verflechtungen konfrontiert. Wie wirken sich etwa die planetaren Klimaveränderungen auf landwirtschaftliche Betriebe und ihre Bewässerungssysteme aus? Welche Rückkopplungseffekte können bei bestimmten Handlungsstrategien unbeabsichtigterweise entstehen? Welche Konflikte entstehen bei der Aushandlung angemessener Klimaanpassungsstrategien zwischen Trinkwasserversorgung und dem Sicherstellen von Ökosystemleistungen? Wie hängen diese Dynamiken damit zusammen, wie wir Wasser überhaupt verstehen und für uns greifbar machen können?

 

Ihre Unterstützung

 Die Stiftung Humboldt-Universität möchte weiterhin die Themenklasse “Nachhaltigkeit & Globale Gerechtigkeit” im Rahmen des Humboldt-Stipendiums fördern. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung.

Wir freuen uns, wenn Sie uns persönlich kontaktieren und die Themenklasse mit einer Spende auf unser Spendenkonto unterstützen.