Herbst 2025: Stadtentwicklung im Zeichen von Klimawandel und Ressourcenwirtschaft

Am Freitag, den 28. November 2025, fand das 32. Stiftungstreffen der Stiftung Humboldt-Universität – diesmal im Hörsaal der Universität selbst – statt. Im Mittelpunkt stand das zukunftsweisende Thema „Stadtentwicklung im Zeichen von Klimawandel und nachhaltiger Ressourcenwirtschaft“.

 

Nach der einleitenden Begrüßung durch den Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Michael Hoffmann-Becking übernahm die Präsidentin der Humboldt-Universität, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, das Wort und eröffnete die Veranstaltung. Dabei verlieh sie Prof. Hoffmann-Becking die HU-Ehrenmedaille und würdigte sein langjähriges, engagiertes Wirken für die Stiftungsarbeit der Universität.

In der anschließenden Vortragsreihe boten Wissenschaftler der Humboldt-Universität vielfältige Einblicke in aktuelle Entwicklungen der nachhaltigen Stadtforschung. Prof. Dr. Tobias Krüger (IRI THESys) beleuchtete die neuen Wege der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachdisziplinen.  Prof. Dr. Klaus Eisenack (Ressourcenökonomik) stellte ökonomische Strategien für eine nachhaltige Ressourcenplanung in Ballungsräumen vor. Prof. Dr. Dagmar Haase (Landschaftsökologie und Biogeographie) präsentierte neue Erkenntnisse zur klimaresilienten Stadtgestaltung. Ergänzend berichtete Dr. Ina Säumel (Agrar- und Gartenbauwissenschaften) über urbane Biodiversität und nachhaltige Ernährungssysteme und eröffnete damit weitere Perspektiven für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung.

Im Anschluss diskutierten die Expertinnen und Experten gemeinsam mit dem Publikum zentrale Thesen der Vorträge.

Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung des Projekts „POMPEII RESET“ durch Prof. Susanne Muth. Sie demonstrierte anschaulich, wie mithilfe moderner 3D-Technologien und digitaler Zwillinge die verlorenen Bauten Pompejis digital rekonstruiert werden, um neue Zugänge für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zu schaffen.

Am frühen Abend besuchten die Teilnehmenden die neue Ausstellung „On Water. WasserWissen in Berlin“ im Humboldt Forum. Die Kuratoren Dr. Anna-Lisa Dieter und Prof. Dr. Daniel Tyradellis führten durch die Ausstellung und machten die zentrale Bedeutung des Elements Wasser für die Stadtentwicklung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eindrucksvoll sichtbar – ein thematischer Bogen, der das Stiftungstreffen inhaltlich abrundete.

Den festlichen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen im Bistro Lebenswelten im Humboldt Forum, das mit einer bewegenden Dankesrede der drei Vorstände – Dr. Inka Brunn, Henning Banthien und Graf Kielmansegg – eröffnet wurde. Sie würdigten die langjährigen und herausragenden Verdienste von Prof. Hoffmann-Becking und dankten ihm für seinen engagierten und wegweisenden Vorsitz.

In der anschließenden Dinner-Speech sprach Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, über die Zukunft der Wissenschaftsfreiheit in Zeiten geopolitischer Umbrüche. Seine inspirierenden Ausführungen regten auch Prof. von Blumenthal zu einem vertiefenden Beitrag aus ihrer Sicht der Universität an. Ein intensiver und inhaltlich bereichernder Austausch unter den Gästen rundete den Stiftungstag auf besonders gelungene Weise ab.