Der Preis
Der Open Humboldt Award wird von der Stiftung Humboldt-Universität in Zusammenarbeit mit der Fritz und Mocca Metzeler-Stiftung sowie der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen. Ausgezeichnet werden Projekte, die wissenschaftliche Themen und Fragestellungen über den universitären Kontext hinaus einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken. Bewerben können sich ausschließlich Mitglieder der Humboldt-Universität zu Berlin. Der Preis wird 2026 erstmals vergeben und ist auf eine jährliche Vergabe ausgelegt.
Preisträgerin 2026
Die erste Auszeichnung des Open Humboldt Award geht an Prof. Dr. Petra Anders, Professorin für Deutschdidaktik in der Primarstufe am Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Jury würdigt insbesondere das Engagement der Preisträgerin, wissenschaftliche Fragestellungen nicht nur zu vermitteln, sondern sie in Formate zu übersetzen, die Austausch, Beteiligung und gemeinsame Reflexion ermöglichen. Mit kreativen, partizipativen und inklusiven Ansätzen eröffnet Petra Anders vielfältige Zugänge zu Bildungsfragen und stärkt den Dialog zwischen Universität und Gesellschaft weit über den Hochschulkontext hinaus.
Die Forschungsschwerpunkte von Petra Anders liegen in der inklusiven Deutschdidaktik, der Kinder- und Jugendliteratur, performativen und ästhetischen Bildungsprozessen sowie der sprachlichen und kulturellen Teilhabe. In Forschung und Lehre entwickelt sie partizipative Formate, die Wissenschaft und Gesellschaft miteinander in den Dialog bringen und Kinder, Jugendliche, Studierende sowie Lehrkräfte als aktive Mitgestalter*innen einbeziehen.
Die in den vergangenen zwei Jahren realisierten Projekte eröffneten Kindern, Jugendlichen, Studierenden und Künstler*innen Räume, ihre Perspektiven eigenständig sichtbar zu machen – unter anderem in Performances, Gebärdensprachpoesie und partizipativen Formaten im Humboldt Labor und dem Objektlabor des Zentrums für Kulturtechnik. Sie zeigen, wie wissenschaftliche Fragestellungen gemeinsam mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen bearbeitet werden können und wie daraus neue Perspektiven für Forschung und Bildung entstehen.
Feierliche Preisverleihung am 2. November 2026
Die Preisverleihung findet im Rahmen der Veranstaltung Prinzip Teilhabe – Wie gemeinsame Forschung Wissenschaft verändert statt:
Fishbowl-Diskussion und Preisverleihung
Montag, 2. November 2026, 17:00 Uhr
Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin
Details zur Veranstaltung und Anmeldung
Jury
- Dr. Wilhelm Krull (Vorsitz), stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Humboldt-Universität
- Prof. Dr. Frank Bösch, Leibniz-Zentrum für zeithistorische Forschung zzf, Potsdam
- Manuel J. Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT Stiftung Ebelin und Gert Bucerius
- Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Direktorin des Bergbau-Museums Bochum, Leibniz Forschungsmuseum für Georessourcen
- Beatrice Lugger, Vizepräsidentin für Kommunikation der Ludwig-Maximilians-Universität München
Kontakt
Für mögliche Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsstelle der Stiftung Humboldt-Universität zur Verfügung:
Dr. David Glowsky, stiftung-humboldt@hu-berlin.de, 030 2093 20011
Nächste Ausschreibung
Die nächste Ausschreibung des Open Humboldt Award ist für Frühjahr 2027 geplant.
Ausschreibung 2026
Im folgenden sind die Einzelheiten der Ausschreibung für den Open Humboldt Award 2026 aufgeführt.
Ausschreibung
Mit ihrer Open Humboldt Initiative schafft die Humboldt-Universität zu Berlin eine enge Kontaktzone zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Mit zahlreichen Aktivitäten werden Brücken geschlagen und Diskussionsräume für einen Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft auf Augenhöhe eröffnet. Denn Gesellschaft braucht Wissenschaft – Wissenschaft braucht Gesellschaft.
In Zusammenarbeit mit der Fritz und Mocca Metzeler-Stiftung und der Humboldt-Universität zu Berlin lobt die Stiftung Humboldt-Universität erstmals den „Open Humboldt Award“ aus. Der „Open Humboldt Award“ 2026 würdigt beispielhafte Aktivitäten von Einzelpersönlichkeiten oder Teams, die mit relevanten Themen und Diskussionen aus dem universitären Kontext heraus in den Dialog mit Menschen außerhalb des Hochschulsystems treten. Die Ausschreibung richtet sich dabei ausschließlich an Mitglieder der Humboldt-Universität zu Berlin.
Gesucht sind Aktivitäten, die universitäre Leistungen auf kreative, vielfältige und überzeugende Weise einem breiten Publikum näherbringen und den aktiven Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken. Die eingereichten Projekte müssen weitgehend oder bereits abgeschlossen sein, sollen aber nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
Bewertungskriterien
Folgende Kriterien werden durch die Jury bewertet:
- Konzeptioneller Ansatz: Sie gehen neue Wege im Wissensaustausch mit der Gesellschaft und entwickeln hierfür innovative, auch mutige Projekte und Formate.
- Zielorientierung: Sie verfolgen erkennbare Ziele in ihren Projekten und Formaten. Sie sprechen ihre Zielgruppe in geeigneter Form an und beziehen möglichst viele Perspektiven und Ideen aus der Gesellschaft ein.
- Kooperation: Sie nutzen und entwickeln mit ihrem Projekt Netzwerke, um ihre Ziele zu erreichen. Möglicherweise arbeiten Sie auch mit externen Akteur*innen gemeinsam an der Projektentwicklung.
- Multidirektionaler Austausch: Sie beteiligen Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft aktiv an ihrer Arbeit und treten mit ihnen in einen wertschätzenden Austausch.
- Mehrwert für die Universität: Sie fördern das Ansehen der Humboldt-Universität zu Berlin als einer aktiven Impulsgeberin und Gestalterin gesellschaftlicher Diskurse.
- Monitoring: Sie überprüfen die Erreichbarkeit/Umsetzbarkeit dieser gesetzten Ziele kontinuierlich.
- Reichweite: Idealerweise nutzen Sie die Vorteile der Digitalisierung, um Formate zu skalieren und vielen zugänglich zu machen.
Preisgeld
Das Preisgeld beträgt 10.000 €. Das Preisgeld kann an Teams oder Einzelpersonen vergeben werden.
Bewerbungsbedingungen
Zweck des Preises ist die Würdigung von Mitgliedern der Humboldt-Universität zu Berlin aus allen Arbeitsfeldern im Bereich Wissensaustausch mit der Gesellschaft. Wissenschaftler*innen, Studierende und Mitarbeitende aus nichtwissenschaftlichen Bereichen sind gleichermaßen aufgerufen, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Der Preis kann an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen werden. Unabhängig davon können externe Personen am Projekt beteiligt sein.
Einreichungsschluss ist der 29. Mai 2026, 23:59 Uhr. Nach einem Auswahlprozess durch eine Jury wird der/die Preisträger*in bis Ende Juli informiert. Die Preisverleihung findet am 2. November 2026 im Rahmen der Berlin Science Week statt.
Die Teilnahme an der Preisverleihung ist zwingend erforderlich. Der oder die Preisträger*in verpflichtet sich darüber hinaus, den prämierten Beitrag in diesem Rahmen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Bewerbung
Für eine vollständige Bewerbung braucht es:
- Nachweis Universitätsangehörigkeit (Studierende, Mitarbeitende, Forschende o.ä.)
- Kurzes Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
- Projektvorstellung (max. 5 Seiten, inkl. Links zu Belegen der Aktivitäten)
Jury und Auswahlentscheidung
Die Auswahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers obliegt der Jury. Die Jurymitglieder werden von der Stiftung Humboldt-Universität, der Humboldt-Universität und der Fritz & Mocca Metzeler Stiftung berufen; der bzw. die Vorsitzende der Jury wird von der Stiftung Humboldt-Universität bestimmt. Die Beschlussfassung der Jury erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bekanntmachung
Nach Entscheidung der Jury wird der / die Preisträger*in umgehend informiert, um sich auf die Teilnahme zur Preisverleihung vorbereiten zu können. Der / die Preisträger*in stimmt zu, dass die Auszeichnung auch einer breiten Öffentlichkeit mitgeteilt werden darf.

